Ekenberger ragt heraus
  24.11.2020 •     Kreis Hofgeismar , Presse


Der Hessische Leichtathletikverband hat seine Kader-Athleten benannt

Leichtathletik. Trotz vieler ausgefallener Meisterschaften und Wettkämpfen in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie hat der Hessische Leichtathletik-Verband wieder eine Kadernominierung durchgeführt. Anhaltspunkte für die Aufnahme in die verschiedenen Kader waren die Zeiten und Weiten bei den Titelkämpfen in der kurzen Freiluft-Saison nach dem Re-Start.

 

Besonders im Nachwuchsbereich sind diese Nominierungen eine Belohnung für die Sportler und ihre Heimtrainer, auf die gerade in diesem Jahr besondere Herausforderungen warteten. Nach derzeitigem Stand mit den schon erfolgten Absagen der Hallen-Meisterschaften dürfte auch das neue Jahr mit einer längerfristigen Trainings-und Wettkampfplanung äußerst schwierig werden.

 

Nach 2019 zählt Alice Ekenberger (Altersklasse W15) wieder zum D-Kader Wurf. Ekenberger verdiente sich die Aufnahme in den Förderkader durch drei Hessische Vize-Titel in diesem Jahr, die sie zusätzlich mit zwei neuen Kreisrekorden im Diskuswurf (29,91 Meter) und Speerwurf (35,68 Meter) unterstrich. Nach einer Neustrukturierung ist der Kader nun in die drei Regionen Nord, Süd und Frankfurt aufgeteilt und umfasst die drei Disziplinen Hammer, Diskus und Kugel. Zum Kader Nord zählen zehn Sportler, die nun zusätzlich Tipps und Ratschläge vom Landestrainer Helmut Schneider (ESV Jahn Treysa) bekommen werden, der selbst mit viel Freude an seine neue Aufgabe herangehen will. „Die Kaderathleten und Heimtrainer habe ich per Mail über die Zusammenarbeit informiert und trotz der schwierigen Coronasituation Einsatz und Engagement im Training eingefordert“, erklärte der frühere Hammerwerfer mit Bestleistung von 51,38 Meter. Sollte es die Corona-Lage zulassen, sind auch wieder gemeinsame Kader-Lehrgänge vorgesehen.

 

Für die noch jüngeren Talente gibt es hessenweit zahlreiche E-Kader-Standorte. In Nordhessen sind es vier Stützpunkte. Am nördlichsten Stützpunkt in Hofgeismar, der von Mustafa Hallal (LG Reinhardswald/TSG Hofgeismar) geleitet und betreut wird, findet immer freitags ein zusätzliches Förderangebot für die Teenager (bis 13 Jahre) aus den Altkreisen Hofgeismar und Wolfhagen. Derzeit ruht dieses Angebot allerdings wegen dem Lockdown bis Ende November. Mit einer weiteren Pause bis Ende Dezember ist zu rechnen. Am Stützpunkt Hofgeismar sind elf Kids in der Förderung und der VfL Wolfhagen stellt davon gleich vier Mädchen. Das Quartett wurde zum ersten Mal in den E-Kader eingestuft. Alle Mädchen freuten sich über die Nachricht besonders und hoffen auf ein baldiges gemeinsames Training mit den anderen Athleten aus den Mitgliedsvereinen der LG Reinhardswald, um weitere Fortschritte in den verschiedenen Disziplinen zu machen. Emma Schunck sieht ihre Stärken im Hochsprung und über 800 Meter. Jolina Marie Schmidt fühlt sich im Sprint und Weitsprung wohl. Aber auch dem Hürdenlauf liegt dem Mädchen. Dagegen ist Jasmin Gies an den Wurfdisziplinen Kugel, Speer und Diskus interessiert. Alica Seidel hofft auf weitere Steigerungen im Speerwurf. Allerdings ab Mitte Dezember nicht mehr beim VfL Wolfhagen, sondern am neuen Wohnort in Nortmoor (Landkreis Leer). Doch auch hier hat Trainer Ulrike Kleinschmidt als Hilfestellung für die junge Sportlerin schon einen Kontakt zum Leichtathletik-Verein vor Ort geknüpft. „Ich hoffe Alica setzt ihren Weg auch im neuen Landesverband fort“, sagte die Trainerin.